Grusswort des Schirmherren

Im 80. Jahr nach dem Novemberpogrom 1938 in Berlin, der Stadt, in der der Holocaust geplant wurde, die Vernichtung jüdischen Lebens und die Zerstörung jüdischer Kultur ins Werk gesetzt wurde, finden zum 31. Mal Jüdische Kulturtage statt.
Das ist nicht nur ein wunderbares und so notwendiges Signal der jüdischen Selbstbehauptung, sondern auch ein Zeichen für das neue Berlin, für Weltoffenheit, Solidarität und kulturelle Freiheit und Vielfalt.
Antisemitische Hasspropaganda oder gar tätliche Angriffe auf jüdische Mitbürger übersehen wir nicht, aber wir setzen dem neben Solidarität und politischer Haltung die Vielfalt der jüdischen Traditionen und moderner Kunst und Kultur entgegen. Jüdische Kultur ist vom Berliner Kulturleben nicht mehr zu trennen, sondern fester Bestandteil dessen.
Ich habe sehr gern die Schirmherrschaft für die 31. Jüdischen Kulturtage übernommen und danke allen, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt sind. Besonders freue ich mich, dass zum 70. Jahrestag der Gründung Israels mit Ester Rada, David Broza und Avishai Cohen bedeutende Künstler des Landes eingeladen sind. Ich wünsche den Künstlerinnen und Künstlern großen Erfolg, volle Säle und ein begeistertes Publikum.

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa

Grusswort der Veranstalter

Als wir uns 2016 für das Motto »Shalom Berlin« für die Jüdischen Kulturtage entschieden, konnten wir noch nicht absehen, dass der Wunsch nach Frieden, Integration und gegenseitigem Verständnis in seiner Wichtigkeit immer mehr zunimmt. Angriffe auf Kippa-Träger und ein zunehmender, ethnisch geprägter Nationalismus zeigen uns, wie wichtig es ist, gemeinsam dagegen zu halten. Eine dieser Möglichkeiten ist die Vorstellung der jüdischen Kultur. Sie kann und soll eine Brücke zum gegenseitigen Verständnis und zur gegenseitigen Achtung sein. Einer der Schwerpunkte der diesjährigen Jüdischen Kulturtage ist das Jubiläum der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren. Wir freuen uns daher, dass wir dem Berliner Publikum so großartige Künstler aus Israel, wie zum Beispiel Ester Rada, David Broza oder Avishai Cohen, vorstellen können. Aus der Berliner Kulturszene konnten wir unter anderem die großartige Dagmar Manzel, den weltklasse Countertenor Jochen Kowalski und Ilja Richter einladen. Natürlich spielt auch der jüdische Humor wieder eine große Rolle. So spielen wir dieses Jahr »Lerne lachen, ohne zu weinen III« gleich zweimal im Renaissance-Theater, weil dieser Abend in den letzten Jahren jeweils komplett ausverkauft war.
Wir heißen Sie herzlich willkommen bei den 31. Jüdischen Kulturtagen und rufen Ihnen zu: Shalom Berlin.

Dr. Gideon Joffe
Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Sara Nachama
Kulturdezernentin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Gerhard Kämpfe
Intendant der Jüdischen Kulturtage Berlin 2017

Sicherheitshinweise

Bitte beachten Sie, dass Sie bei Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin durch eine Sicherheitskontrolle gehen müssen, ggf. keine größeren Taschen hineinbringen können und grundsätzlich ausreichend Zeit für den Einlass einplanen sollten. Taschen sollten grundlegend nicht größer sein als DIN A4 (21 x 29,7 cm).

Presse

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